Publikationen

Schmitter, Sebastian: Basis, Wahrnehmung und Konsequenz. Zur literarischen Präsenz des Melancholischen in den Schriften von Hugo von Hofmannsthal und Robert Musil, Würzburg, 2000, 322 Seiten, Königshausen & Neumann, ISBN-10:3826018877.

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Übergangskonzepte bayerischer Wirtschaftsschulen

Ein Kommentar von Sebastian Schmitter, erschienen in: Die Wirtschaftsschule – eine Schule des Übergangs im Prozess des Wandels, hrg. v. Yvonne Schalek und Jörg Schirmer, Texte zur Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung, Band 17, Nürnberg, Berlin 2016.

Abstract
Die Sabel Wirtschaftsschule versteht sich als ein privater Bildungsträger, der Jugendlichen eine zweite oder auch dritte Chance bieten möchte, um mit einem qualitativ hochwertigen mittleren Schulabschluss auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und auf diesem Wege auch im persönlichen Bereich eine stabile Entwicklung zu erfahren. Die Sabel Wirtschaftsschule ist davon überzeugt, dass nur über das Angebot der vielfältigen praktischen Möglichkeiten und Förderungen die Schülerschaften auch in Zukunft mit einem mittleren Schulabschluss oder den nachfolgenden Weg der weiterführenden Schulen wichtige Arbeitskräfte stellen werden.
Die Kernkompetenzen der Wirtschaftsorientierung, die berufsspezifischen Unterrichtseinhei-ten, verbunden mit der Praxisnähe sowie der Nutzung neuer Medien tragen dazu bei, den Standort Wirtschaftsschule auch in Zukunft zu sichern. Damit nicht genug, müssen jedoch auch die inhaltlichen Schwerpunkte weiterentwickelt werden, die in den jeweiligen Unter-richtsfächern zum Tragen kommen. Eine darüber hinaus gehende Profilschärfung vor Ort sollte Ziel einer jeden Wirtschaftsschule sein, um die individuellen Qualitäten zum Beispiel in Form zusätzlicher Schülerförderung stets voranzutreiben.
Im Folgenden werden die elementaren Faktoren einer erfolgreichen Wirtschaftsschule vorge-stellt und vor dem Hintergrund des notwendigen Übergangsmanagements für Schüler und Schülerinnen näher betrachtet.

I. Vorbereitung auf das Leben
Nicht nur die Schullandschaft der staatlichen wie der privaten Schulen in Bayern hat sich be-kanntermaßen in den letzten Jahrzehnten nachhaltig verändert, auch die Ansprüche und Be-dürfnisse der Schülerschaften sind andere als noch vor Jahren. Das gilt nicht nur, aber eben auch und insbesondere für die Privaten Wirtschaftsschulen.
Die Sabel Bildungsgruppe, mit Hauptsitz in der bayerischen Landeshauptstadt München, blickt auf eine über 100 jährige Geschichte zurück, die durchgehend davon geprägt ist, sich immer wieder auf diverse Änderungen der Schullandschaften einzustellen und Angebote für Schülerschaften und Auszubildende anzupassen bzw. zu verändern.
Was einst mit Schreibmaschinenkursen angefangen hatte, ist gegenwärtig geprägt von einer ganzen Angebotskette für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Die Sabel Wirtschaftsschulen, allen voran die anerkannte und die genehmigte Wirtschafts-schule in München, setzen sich seit jeher zum Ziel, Schülerschaften auf die Zeit nach der Wirtschaftsschule in bestmöglicher Weise vorzubereiten.
Der alte Satz „Schule bereitet auf das Leben vor“ stellt zwar eine gewisse Pauschalisierung dar, zumal das Leben junger Menschen auch während der Schulzeit längst begonnen hat, meint aber im positiven Sinne eine ausbalancierte und inhaltsvolle Vorbereitung auf die spä-tere Berufswelt, also auf das sogenannte duale System.
Das duale System sieht die Ausbildung in einem Betrieb vor, sei es in der Verwaltung oder in einem handwerklichen oder kaufmännischen Beruf, verbunden mit dem Besuch einer darauf-hin ausgerichteten Berufsschule.
Die Sabel Wirtschaftsschule bereitet darüber hinaus auch auf das noch junge triale Ausbil-dungssystem vor. Ein solches triales System impliziert nicht nur den Betrieb und die Berufs-schule, sondern darüber hinaus ein überbetriebliches Ausbildungsnetzwerk als Ergänzung. Mit diesem dritten Ausbildungsort wird es den Betrieben ermöglicht, übergreifende berufliche Qualifikationen zu lehren wie zum Beispiel das Marketing, die Personalentwicklung oder auch das betriebswirtschaftliche Ausbildungsmanagement unter anderem im Bereich Control-ling.
Der andere Zweig, auf den Wirtschaftsschulen insgesamt und die Sabel Wirtschaftsschule im Besonderen vorbereitend wirken und sich gezielt danach ausrichten, ist der spätere Ausbil-dungsweg an weiterführenden Schulen wie zum Beispiel das Gymnasium, die FOS (Fach-oberschule) und die BOS (die Berufsoberschule).

Die Lücke in der Schullandschaft – Die Wirtschaftsschulen in Bayern
Um zu verstehen, warum private Wirtschaftsschulen in der bayerischen Schullandschaft nicht nur eine Besonderheit darstellen, sondern warum sie eine Lücke im Bildungssystem schlie-ßen, muss man sich noch einmal kurz vor Augen halten, welchen Stellenwert Wirtschafts-schulen einnehmen.
Die Wirtschaftsschule ist die einzige Berufsschule, die auch im Sekundarbereich I lehrt und die Schüler und Schülerinnen in den Berufszweigen der Wirtschaft und Verwaltung auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet. In den drei- und vierstufigen Jahrgangsstufen 7 bzw. 8 bis 10 sowie in den 2-stufigen Klassen 10 und 11 baut sie auf den Mittelschulabschluss auf und en-det mit dem Wirtschaftsschulabschluss, der einer Mittleren Reife entspricht.
In der Ausbildungsrichtung I (Wahlpflichtfächergruppe Handel (H)) und in der Ausbildungs-gruppe II (Wahlpflichtfächergruppe Mathematik (M)) werden mit unterschiedlichen Schwer-punkten Schüler und Schülerinnen auf die Berufsausbildung im kaufmännischen Beruf oder in der Verwaltung (Zweig H) bzw. auf eher technisch-gewerbliche Berufsfelder mit einer na-turwissenschaftlich-mathematischen Orientierung vorbereitet.
Die Sabel Wirtschaftsschule bietet mit dem H Zweig eine Grundausbildung an, die sowohl für weiterführende Schulen geeignet ist als auch für das duale System der Berufsausbildung. Um Schüler und Schülerinnen den Gang auf eine weiterführende Schule wie der FOS zu erleich-tern, hat die Schülerschaft an der Sabel Wirtschaftsschule die Möglichkeit, das Wahlpflicht-fach Mathe zu wählen. Alternativ dazu können Schüler und Schülerinnen das praxisorientierte Fach Übungsfirmenarbeit (ÜFA) belegen.
Von großem Vorteil zeigt sich für die Schüler und Schülerinnen, dass der Wirtschaftsschulab-schluss bundesweit als mittlerer Schulabschluss anerkannt wird und sich die anschließende Berufsausbildung in den kaufmännischen Bereichen um bis zu ein Jahr verkürzt. Schüler stei-gen gegebenenfalls unmittelbar in das zweite Ausbildungsjahr ein und verdienen dementspre-chend angelehnt an das zweite Jahr.
Mit über 80 Wirtschaftsschulen in staatlicher, kommunaler und privater Trägerschaft ist das Bundesland Bayern vorbildlich vernetzt. Rund 24.000 Schüler und Schülerinnen besuchen jährlich eine Wirtschaftsschule in Bayern.
Nachwuchskräfte der Berufsfelder Wirtschaft und Verwaltung kommen aus der Wirtschafts-schule – und das nicht ohne Grund!
Dem für den späteren Beruf insbesondere im kaufmännischen Bereich so notwendige Fach-wissen wird durch den im Vergleich mit anderen Schulen aus dem Sekundarbereich I höchs-ten Stundenumfang in den Fächern Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungswesen und Datenverarbeitung Rechnung getragen.
Die Wirtschaftsschulen arbeiten mit Lehrplänen, die sich nicht nur auf die klassischen Schul-fächer wie Deutsch, Englisch oder Geschichte reduzieren, sondern nutzen den gesamten Aus-bildungsweg zur Förderung von eigenständigem und handlungsorientiertem Lernen.
Die Sabel Wirtschaftsschulen stehen dabei in einem ständigen Austausch mit nationalen und internationalen Unternehmen, um der sich ständig verändernden Arbeitswelt gerecht zu wer-den und Schüler und Schülerinnen auf die jeweiligen Arbeitsprozesse professionell vorberei-ten zu können.

Für die Sabel Wirtschaftsschulen ist es von großer Wichtigkeit, dass es in der Vorbereitung auf das duale Ausbildungssystem einen Mix zwischen den eher klassischen Fächern wie Be-triebs- und Volkswirtschaft auf der einen Seite und innovativen Fächern wie ÜFA oder Da-tenverarbeitung gibt.
Dabei werden laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) von den im Jahr 2012 erhobenen 344 Ausbildungsberufen nur etwa 12% von den Abschlussschülern und Schülerinnen anvi-siert. Die altbewährten Ausbildungsberufe wie Kaufmann bzw. Kauffrau im Einzelhandel sind nicht etwa zu vernachlässigen, sondern stehen in der Beliebtheitsskala ganz oben.
Allein die für die Sabel Schüler und Schülerinnen favorisierten Berufssparten der Wirtschaft und Verwaltung bieten mit rund 30 verschiedenen Berufsprofilen eine spannende Angebots-reihe, die sich ständig erweitert. Dazu gehören nicht nur die traditionellen Kaufmannsberufe des Einzelhandels, sondern zum Beispiel auch das Dialogmarketing, audiovisuelle Medien, der Musikalienhändler oder der Fachpraktiker für Bürokommunikation.

II. Die Besonderheiten der Sabel Wirtschaftsschulen
Die Besonderheiten der Sabel Wirtschaftsschulen liegen nicht allein darin, dass die Lehr- und Stundenpläne nach Möglichkeit gut absolviert und befolgt werden. Sie liegen auch nicht al-lein darin, dass wir stets mit besonderem Engagement versucht sind, die Schüler auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten und ein fundiertes Basiswissen zu vermitteln.
Die Besonderheiten liegen wie so oft im Detail und in der praktischen Umsetzung theoreti-scher Vorgaben oder Empfehlungen.
Für die Sabel Schule geht es in diesem Zusammenhang darum, die Angebotsreihen attraktiv zu gestalten und mit jedem neuen Schuljahr kritisch zu hinterfragen, um sie in dem darauf folgenden Jahr noch ein Stück besser, spannender und erfolgsorientierter anzubieten. Das heißt, dass es nicht nur darum geht, die Angebotsbandbreite zu vergrößern, sondern qualitativ immer wieder selbstkritisch auf den Prüfstand zu bringen und nach Möglichkeit zu verbes-sern. Das gilt für die Wahlpflichtfächer in gleicher Weise wie für schulinterne Projekte.

Das Fach ÜFA
Im Fach ÜFA geht es wie im Lehrplan vorgesehen, darum, aus einem simulierten Unterneh-men die tatsächliche Unternehmens- und Geschäftswelt widerzuspiegeln. Dabei handeln die simulierten Unternehmen mit anderen ebenfalls fiktiven Unternehmen auf nationaler und in-ternationaler Ebene.
Die Sabel Schulen legen größten Wert darauf, dass die praktische Anwendung von den Schü-lerschaften angenommen und verinnerlicht wird. Denn nur so kann ein nachhaltiges Ver-ständnis für reale Arbeitsabläufe in der Geschäftswelt aufgebaut werden, und nur so haben Schüler und Schülerinnen einen tieferen Einblick in die unterschiedlichen Unternehmenspro-zesse. Darüber hinaus schärfen die Arbeitsabläufe im Unterrichtsfach ÜFA die grundsätzli-chen Denk- und Handlungsschritte, die auch auf der kommunikativen Ebene eine zentrale Rolle spielen, wenn der „sichere Ankerplatz“ Schule hinter einem liegt.

Die Wirtschaftsschulen bieten als einzige Schulart die innovative Übungsfirmenarbeit als Un-terrichtsfach an. Eine der vielen Höhepunkte für die Schüler und Schülerinnen der Sabel Wirtschaftsschulen war die 1. Bayerische Internationale Übungsfirmenmesse in Rosenheim. Mehr als 100 Aussteller aus Bayern, Italien und Deutschland präsentierten Ihre virtuellen Wa-ren.

Das Fach Mathe
Das Fach Mathematik bleibt in seiner grundsätzlichen Notwendigkeit für diverse Berufsspar-ten eine unverzichtbare Komponente.
Gleichzeitig sollte eine Wirtschaftsschule die fachliche Orientierung auf die Wirtschaft legen und auf die darin vornehmlich auftauchenden Handlungs- und Denkprozesse. Es ist daher durchaus sinnvoll, statt der reinen Mathematik die mathematischen Grundfertigkeiten in Fä-chern wie Rechnungswesen und Finanzbuchhaltung aufrecht zu erhalten.
Vor diesem Hintergrund muss man an der Sabel Wirtschaftsschule, wie an anderen Wirt-schaftsschulen Bayerns auch in den 7. Klassen mit dem Fach Mathematik beginnen, um es in der 8. Klasse gegen Wirtschaftsmathematik einzutauschen. In der 9. Klasse sowie in der zwei-stufigen 10. Klasse wählt die Schülerschaft dann zwischen den Fächern ÜFA und Mathema-tik.
Zum einen wird hiermit den Schülern und Schülerinnen innerhalb einer doch eng vorgegebe-nen Stundentafel die freie Entscheidung überlassen, sich für die eine oder die andere fachliche Ausrichtung zu entscheiden.
Diejenigen, die das Fach Mathe wählen, haben in der Regel das Ziel der weiterführenden Schule im Auge, während diejenigen, die sich für das Fach ÜFA entscheiden, meistens das duale Ausbildungssystem als für sich richtig betrachten.

Das Fach Datenverarbeitung
Das Fach Datenverarbeitung stellt wie die meisten anderen Fächer auch, eine Querverbindung her zwischen dem, was Schüler und Schülerinnen auf dem Weg zu ihrem Ausbildungsberuf gelehrt bekommen. Die praxisorientierte Anwendersoftware über Kalkulationen oder über die Finanzbuchhaltung im Fach Datenverarbeitung findet nicht nur im Fach ÜFA ihre Fortset-zung, sondern steht auch in den anderen Wirtschaftsfächern wie Rechnungswesen oder BWL auf dem Lehrplan.

Projekt
Eine weitere Besonderheit der Wirtschaftsschulen stellt das Pflichtfach Projektarbeit dar. Themen der Projektarbeit können von der Schule beliebig angeboten werden und somit wirt-schaftlich, sozial oder auch künstlerisch orientiert sein.
Die Sabel Wirtschaftsschule hält es für wichtig und notwendig, dass im Fach Projekt nicht nur kognitives Wissen erfragt wird, sondern dass die Schüler und Schülerinnen kompetenzorien-tiert arbeiten und zum Beispiel über ein soziales Engagement andere Institutionen tatkräftig unterstützen oder sich über ein völlig neues Themenfeld nachhaltig informieren und sich da-mit intensiv auseinandersetzen.
Allein in diesem Jahr konnte eine Klasse weit über den normalen Unterricht hinaus im Fach Projekt für die tatkräftige Unterstützung der SOS Kinderdörfer in Deutschland gewonnen werden. Die Schüler und Schülerinnen einer drei stufigen Abschlussklasse beschäftigten sich über mehrere Monate mit der überregionalen Bandbreite von sozialen Projekten für Kinder und Jugendliche, trotz ansteigendem Schulstress und bevorstehenden Prüfungsvorbereitun-gen.
Die Klasse besuchte im Zuge des Projektthemas SOS Kinderdörfer mehrere Male das Kin-derdorf in Dießen am Ammersee, um sich über das Leben der Kinder und Jugendlichen vor Ort zu informieren und ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet, in einem solchen Dorf untergebracht zu sein. Im Verlaufe des Projektunterrichts sammelten die Schüler und Schülerinnen über 1000,- Euro, initiiert durch Verkaufsstände, Sammelaktionen, den Erlös von Pfandflaschen und vielem mehr. Die Schulleitung der Sabel Wirtschaftsschule unterstütz-te das Projekt nach Kräften und begleitete die Klasse auch bei der für die Schüler und Schüle-rinnen aufregenden Scheckübergabe an das Kinderdorf in Dießen.
Das Hauptziel des Projektunterrichts, die Teamfähigkeit und die gesamte Sozialkompetenz zu fördern, wurde damit weit über das, was man erwarten durfte, erreicht.

Networking for Teaching Entrepreneurship (NFTE)
Mit den so genannten Kursen „Networking for Teaching Entrepreneurship“ (NFTE) werden die theoretischen Grundlagen der Arbeitsprozesse und der Unternehmensführung praxisnah und schülergerecht erarbeitet. Die Schüler entwickeln jeweils eigene Geschäftsideen für ein Produkt oder für eine Dienstleistung, die sie zum Abschluss des Kurses als ausgereiften Busi-nessplan präsentieren, und dieser anschließend bewertet bzw. zertifiziert wird.
An der Sabel Wirtschaftsschule werden jährlich NFTE Kurse für die 9. Klassen angeboten. Damit ergeben sich auch für die Unternehmen, die die Arbeit von NFTE unterstützen, ge-winnbringende Möglichkeiten, den eigenen Betrieb in der Schule vorzustellen, sich mitunter bahnbrechende Geschäftsideen vorzustellen und sich die zukünftigen Fachkräfte bei Bedarf selber auszusuchen.
Entscheidend ist es dabei, die gelernten Strukturen der Arbeitswelt tatsächlich in einen prakti-schen Prozess umzusetzen und damit nicht nur die Arbeitsabläufe in Unternehmen kennen zu lernen, sondern auch Geschäftsideen nach ihrem Marktwert und ihrer Absatzchance ausarbei-ten und bewerten zu können. Die Ausbildungsfähigkeit der Schülerschaften und die Einstel-lung zum späteren Berufsleben werden nachweislich positiv beeinflusst, was wiederum bei-den Seiten, den Auszubildenden wie den Unternehmen zugute kommt.

Firmenmesse
Die Sabel Wirtschaftsschule ist sehr froh darüber, dass mit der Vielzahl an berufsorientierten Zusatzangeboten den Schülerschaften auch mehr Chancen auf dem anschließenden Arbeits-markt offenbart werden. Eine hervorragende Möglichkeit, den eigenen Stellenwert auf dem Arbeitsmarkt zu erkunden, bietet die Schuleigene Firmenmesse, die jedes Jahr auf dem Ge-lände der Sabel Wirtschaftsschule in München stattfindet.
Hierzu werden über 50 nationale und internationale Firmen aus Bayern eingeladen, die selbst ein großes Interesse daran haben, junge zukünftige Absolventen zu akquirieren und sich von den Talenten und Interessen der Schülerschaften überzeugen zu lassen.
Die Sabel Wirtschaftsschule versteht es als ihre Aufgabe an, die Schüler der 9., 10. und 11. Klassen nach besten Möglichkeiten hierauf vorzubereiten. Dazu gehört nicht nur ein eloquen-tes Auftreten der Jugendlichen, sondern auch eine intensive Vorbereitung auf die Bewer-bungsgespräche, verbunden mit einer ausgezeichneten Bewerbungsmappe, die den neusten Standards und Anforderungen entspricht.
Die Bundesagentur für Arbeit arbeitet hier eng mit der Sabel Wirtschaftsschule zusammen. Im Resultat lernen Schüler und Schülerinnen durch ein dezidiertes Coaching sich auf ein Be-werbungsgespräch professionell vorzubereiten. Schon Wochen vor der Firmenmesse bereiten zudem die jeweiligen Fachlehrer in ihrem Unterricht die Schülerschaften auf die Firmenmesse vor, indem man sich gemeinsam über die Firmen informiert und darüber recherchiert, welche Positionen zur Disposition stehen und welche Qualifikationen von einem erwartet werden.

Praktika und Betriebsbesichtigungen
Es passiert nicht selten, dass den Schülern und Schülerinnen auf der Firmenmesse direkt nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch ein Praktikum oder sogar ein Ausbildungsplatz angeboten wird.
Aber auch, wenn Schüler und Schülerinnen sich zunächst bloß über ein Unternehmen infor-mieren möchten, bietet die Sabel Wirtschaftsschule darüber hinaus weitere Möglichkeiten an, erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu machen.
So können Schüler und Schülerinnen bereits in der 8. Klasse wahlweise ein Praktikum absol-vieren, während es für die 9. Klassen verpflichtend von der Sabel Wirtschaftsschule gefordert wird. Der praktische Bezug zum späteren Arbeitsleben dient auch und insbesondere dazu, dass sich die Jugendlichen in unterschiedlichen Berufszweigen kundig machen können und vor allem einen Eindruck erhalten, ob der Berufszweig den Vorstellungen entspricht oder nicht.
Darüber hinaus finden, eingebettet im Unterrichtsplan, verschiedene Betriebsbesichtigungen statt, die von den Fach- oder Klassenlehrern in Zusammenarbeit mit der Klasse realisiert wer-den. Die Branchen offenen Betriebsbesichtigungen eröffnen einen ersten Einblick in ein Un-ternehmen, was den Schülern und Schülerinnen auf privatem Wege gar nicht erst möglich wäre.

In Zukunft wird die Schulleitung der Sabel Wirtschaftsschule die betriebsinternen Kenntnisse der Schüler und Schülerinnen weiter erhöhen, indem auch die jährliche Anzahl der Praktika weiter gesteigert wird. Entscheidend ist es dabei, auch die Unternehmensnetzwerke zur Sabel Wirtschaftsschule zu intensivieren, um so die anschließenden Ausbildungsmöglichkeiten stringent zu verbessern. Je breiter das Netz auch im B2B Bereich gespannt werden kann, des-to größeren Nutzen ziehen die Jugendlichen, verbunden mit einer stets anvisierten Qualitäts-steigerung der Ausbildungsplätze. Denn nicht nur die Jugendlichen müssen sich qualifizieren, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen, auch die Unternehmen haben eine Verpflichtung ihre Ausbildungsqualitäten zu erhöhen, um die besten Arbeitskräfte unter Vertrag nehmen zu kön-nen.

Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit
So wie die Bundesagentur für Arbeit sehr eng mit der Sabel Wirtschaftsschule in der Vorbe-reitung auf die Firmenmesse arbeitet, so vertrauensvoll und erfolgreich ist die grundsätzliche Zusammenarbeit hervorzuheben. Jeder Schüler und jede Schülerin hat vom ersten Schultag an die Gelegenheit, sich mit einer Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit auf dem Schulge-lände zu treffen und eine ausführliche Beratung über Berufsbilder und über Ausbildungsmög-lichkeiten einzuholen.
Mit einem eigenen Büro steht die Bundesagentur für Arbeit das ganze Jahr über als durchge-hender Kooperationspartner der Sabel Wirtschaftsschule zur Verfügung. Schüler und Schüle-rinnen schätzen es sehr, dass sie nicht eigens zu einer für sie fremden Institution gehen müs-sen, sondern die Angebote der Arbeitsagentur auf dem ihnen vertrauten Schulcampus wahr-nehmen können.

Schülerförderung
Schule ist mehr als nur Lernen. In der Tat sollte sich keine Schule allein darauf berufen, reine Wissensvermittlung zu betreiben. Die neuen Lehrpläne (LehrplanPlus) für die Wirtschafts-schulen tragen dieser Herangehensweise Rechnung. Unterschiedliche Kompetenzen, wie die der sozialen oder der kommunikativen Kompetenz müssen ebenso beachtet werden wie die rein kognitive Kompetenz. Gleichzeitig zeigt die demographische Entwicklung nicht nur ei-nen sich verändernden Anteil junger Menschen, sondern auch eine Veränderung bezüglich der ethnischen und sozialen Herkunft. Und so unterschiedlich die Schülerschaften in ihren „Vo-raussetzungen“ sind, so unterschiedlich zeigt sich auch das Lernverhalten und die Befähi-gung, sich diszipliniert und konzentriert auf den Schulstoff zu fokussieren.
Vor diesem Hintergrund spielt die Schülerförderung an der Sabel Wirtschaftsschule eine zent-rale Rolle. Schülerförderung meint hierbei nicht nur das Nachmittagsangebot einer Hausauf-gabenbetreuung. Das ist ohnehin eine Selbstverständlichkeit, die seit vielen Jahren Kern der offenen Ganztagsschule an der Sabel Wirtschaftsschule ist.
Mit einem individuellen Angebot von Lernintensivierungen, Nachhilfe, Prüfungsvorbereitun-gen, zusätzlicher Projektarbeit und eben der Hausaufgabenbetreuung stellt sich die Offene Ganztagsschule (OGTS) der Sabel Wirtschaftsschule längst auf die neuen Herausforderungen ein.
Darüber hinaus beschäftigt die Sabel Wirtschaftsschule Lerncoaches, Psychotherapeuten, Therapeuten für Legasthenie und Dyskalkulie sowie für AD(H)S, Ergotherapeuten und weite-re Fachtrainer, um die Schülerförderungen auf allen Ebenen zu realisieren.
Ein Kind, das mit traumatischen Belastungsstörungen, einer AD(H)S Diagnose und einer Le-gasthenie die Hauptschule verlässt, hat nicht nur einen gewaltigen Berg persönlicher Proble-matiken zu lösen, sondern in der Regel kaum eine Chance, auf dem Arbeitsmarkt direkt Fuß zu fassen, wenn es denn nur danach ginge, seine Interessensfelder im Beruf erfüllt zu sehen. Gleichzeitig kann dem Kind kein Vorwurf gemacht werden, auch wenn das in der Gesell-schaft häufig genug anders gehandhabt wird. Die Sabel Wirtschaftsschule fängt Schüler und Schülerinnen mit diesen „Handicaps“ nicht nur auf, sondern macht es sich zur Aufgabe, zu helfen, eine weitere Chance zu offerieren und das Leistungspotenzial des Schülers oder der Schülerin zu wecken.